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TeleAkademie: Die Philosophie des Physikers

Carl Friedrich von Weizsäcker

DVD - Artikel-Nr. 2199

Weizsäcker hat in seinen Arbeiten immer wieder die Grenzen der reinen Naturwissenschaft überschritten.
Bereits vor Beginn des Zweiten Weltkriegs war er neben Heisenberg und Hahn einer derjenigen, die die Möglichkeit des Baus einer Atombombe durchdachten. Die Aufarbeitung dieser Erfahrung hat seinen weiteren Entwicklungsgang geprägt. Früh erkannte er die Verantwortung des Wissenschaftlers für die Folgen seines Tuns.
Der Physiker und Philosoph lehrte an den Universitäten Göttingen und Hamburg und war von 1970 bis 1980 Direktor am Max-Planck-Institut.
Der Vortrag fand am 22. Juni 1992 in der Universität Bamberg statt.

Zur Person: Carl Friedrich von Weizsäcker
Carl Friedrich von Weizsäcker (28.6.1912 – 28.4.2007) studierte von 1929 bis 1933 Physik, Astronomie und Mathematik in Berlin, Göttingen und Leipzig. Anschließend war er Stipendiat in Kopenhagen unter Niels Bohr. Von Weizsäcker kehrte nach Leipzig zurück, war bis 1936 Assistent bei Heisenberg und habilitierte sich. Im Sommer 1936 verließ er Leipzig und ging nach Berlin an das Kaiser-Wilhelm-Institut für Physik. Von 1939 bis 1942 war von Weizsäcker am deutschen Atomforschungsprogramm beteiligt. Ab 1942 bis 1944 wandte er sich wieder wissenschaftlichen astrophysikalischen Problemen zu und nahm eine Professur an der Universität Straßburg an. In den Jahren 1945 bis 1946 befand er sich in amerikanisch-britischer Gefangenschaft im englischen Farm Hall. Anschließend wurde er Leiter der Theoretischen Abteilung am Max-Planck-Institut für Physik in Göttingen. Carl Friedrich von Weizsäcker ist einer der „Göttinger 18“, den Kernforschern, die sich am 12. April 1957 mit der Unterzeichnung der „Göttinger Erklärung“ gegen eine Aufrüstung der Bundeswehr mit Atomwaffen aussprachen und erklärten, nicht für ein derartiges Programm zur Verfügung zu stehen. Ab 1957 hatte er einen Lehrstuhl am Philosophischen Seminar der Universität Hamburg inne und war auch dessen Direktor. Außerdem leitete er die VDW Forschungsstelle für Kriegsverhütung und Ernährungslage der Welt. Einige Jahre übernahm er den Vorsitz des Deutschen Entwicklungsdienstes. 1970 wurde eigens für ihn das Starnberger Max-Planck-Institut zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt gegründet, dessen Direktor er bis 1980 war. Nach einer Begegnung mit dem indischen Pandit Gopi Krishna kam es zur Gründung der „Forschungsstelle für westliche Wissenschaft und östliche Weisheit“.

Weitere Vorträge der Teleakademie finden Sie hier

Artikelinfo
Warengruppe: DVD
Artikel-Nr.: 2199
Länge/Umfang: 45 min.
Erscheinungstermin: September 2009
Einzelpreis: Euro 12.95
(inkl. MwSt.)
zzgl. Versandkosten: 4,00 EUR Deutschland
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