Deutsche Radio Philharmonie/Inkinen, Pietari Dvorak: Sinfonie Nr. 9 / Bläserserenade
- Artikel-Nr.: SWR19162CD
Die neunte Sinfonie, die Antonín Dvorák selbst mit "Aus der neuen Welt" betitelte, war bei ihrer Uraufführung am 16.12.1893 in der New Yorker Carnegie Hall ein immenser Erfolg: "Die Zeitungen sa- gen, noch nie hatte ein Komponist einen solchen Triumph." Dabei war sie keinesfalls unumstritten - Dvorák war in die USA einge- laden worden mit dem klaren Auftrag, eine nationale amerika- nische Musik zu schaffen. Er studierte also die Musik der indige- nen Bevölkerung, der Nachfahren der Sklaven und der diversen anderen Einwohner und auf dieser Basis entstand die Sinfonie. Etliche Kritiker waren jedoch der Meinung, dass die Nr. 9 wenig zu tun hatte mit authentischer amerikanischer Musik. Das Werk blieb allerdings erhaben über solche Betrachtungen und gehört bis heute zu den beliebtesten Sinfonien aller Zeiten. Viele Jahre davor komponierte Dvorák die Serenade für Blasins- trumente, Violoncello und Kontrabass in d-Moll. Vermutlich war er durch Wolfgang Amadeus Mozarts "Gran Partita" inspiriert, unter anderem die ungewöhnliche Besetzung von op. 44 - mit jeweils zwei Oboen, Klarinetten und Fagotten, einem Kontrafa- gott sowie drei Hörnern plus zwei Celli und Kontrabassi - ist ein starkes Indiz dafür. Der finnische Dirigent Pietari lnkinen leitet die Deutsche Radio Philharmonie seit 2017. Im Sommer 2025 gibt er die Chefposi- tion auf, um sich verstärkt seinen internationalen Verpflichtun- gen widmen zu können. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Franco-Abbiati-Preis. Im Oktober 2023 erschien das filmische Portrait "Ein Taktstock und ein Reisepass - Pietari lnkinen Dirigent".
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