Am Anfang war das Vorurteil - War die Reformation nur ein Missverständnis?

Artikel-Nr.: 8739

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Gregor Papsch: Am Anfang war das Vorurteil - War die Reformation nur ein Missverständnis?

Historiker diskutieren über die Kirchengeschichte im Hinblick auf die Reformation und Martin Luther

Reformation, damit verbinden wir Ablassstreit, Thesenanschlag, schließlich die Abspaltung der Anhänger Martin Luthers vom Glaubenskanon der römischen Kirche. Doch jetzt liefert der Historiker Volker Reinhardt einen neuen Blick auf die Geschichte. Die Reformation, behauptet er in seinem Buch  Luther, der Ketzer, war weniger die Folge theologischer Differenzen als vielmehr die Konsequenz einer von Hass und Unverständnis geprägten jahrzehntelangen Auseinandersetzung zwischen  kultivierten Römern  und  barbarischen Deutschen . Nicht Luther stand am Anfang, sondern ein tiefes gegenseitiges kulturelles Unbehagen. War die Kirchenspaltung also kein Bruch, sondern ein Kontinuum zweier feindseliger Mentalitäten, an dessen Ende der Kraftprotz Martin Luther lediglich den Ausschlag gab? War sie letztlich ein bis heute nachwirkendes Missverständnis? Es diskutieren: Prof. Dr. Volker Leppin (Kirchenhistoriker an der Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Tübingen), Prof. Dr. Volker Reinhardt (Historiker für die Geschichte der Neuzeit an der Universität Fribourg/Schweiz) und Prof. Dr. Eva Schlotheuber (Historikerin am Institut für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Düsseldorf)

Artikelinfo
Artikel-Nr.: 8739
Erscheinungstermin:30.06.2017
Produktionsjahr:2016
Autor/In:Gregor Papsch
Sprecher/Innen:Gregor Papsch, Volker Leppin, Volker Reinhardt, Eva Schlotheuber
Länge/Umfang:44 Minuten
Format:MP3