Die schwere Not

Artikel-Nr.: 8728

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Iwan Gontscharow: Die schwere Not

"Die Schwere Not", 1838 erschienen, ist die erste von Gontscharow überlieferte Erzählung. In der Gestalt des Nikon Ustinovic Tjazelenko, den "eine beispiellose, methodische Faulheit und eine heroische Gleichmut für die Eitelkeiten dieser Welt" auszeichnet, findet sich das Urbild des "Oblomov", dessen Lebensroman Gontscharow 21 Jahre später Weltruhm verschaffte. Auch "Die Schwere Not", Tjazelenko's Bezeichnung für eine seltsame Krankheit, die saisonal seuchenartig die Einwohner Petersburg befällt, taucht in den späteren Oblomov-Texten wieder auf - allerdings als eine Art ansteckende Schlafseuche. Hier jedoch bedeutet "Die Schwere Not" noch das genaue Gegenteil der Schlafsucht. Der Übersetzer Peter Urban beschreibt sie als die grassierende Sucht der Petersburger, "beim ersten Frühlingshauch ... sich der sinnlosesten, ja lebensgefährlichen Form der Bewegung hinzugeben: Spaziergängen, Ausflugsfahrten, Landpartien, Picknicks".

Bearbeitung:  Friederike Roth, Regie: Niels-Peter Rudolph

Artikelinfo
Artikel-Nr.: 8728
Erscheinungstermin:17.02.2017
Produktionsjahr:1994
Autor/In:Iwan Gontscharow
Sprecher/Innen:Wolf-Dietrich Sprenger, Claus Boysen, Hildegard Schmahl, Berthold Toetzke, Maja Nielsen u.a.
Länge/Umfang:1 Stunde 7 Minuten
Format:MP3